Asbest ist gefährlich, wenn die Fasern eingeatmet werden. Das Risiko, an einer asbestbedingten Krankheit zu erkranken, hängt vor allem von der Dauer der Exposition und der Konzentration der eingeatmeten Fasern ab. Eine kurze Exposition gegenüber einer kleinen Menge Fasern birgt ein sehr geringes Risiko. Personen, die in den 1960er und 1970er Jahren in der Asbestindustrie gearbeitet haben, haben dagegen ein deutlich höheres Risiko, Krankheiten zu entwickeln.

Ein einmaliger, kurzer Kontakt mit Asbest bereitet in der Regel keine Sorgen und erfordert normalerweise keine medizinische Kontrolle. Bei regelmäßiger oder längerer Exposition wird jedoch empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, insbesondere wenn Symptome wie Atemnot oder anhaltender Husten auftreten.

Auch heute können noch Asbestfasern in unserer Umgebung vorhanden sein. Dachdeckungen oder Schieferplatten aus alten Wellplatten enthalten oft Asbest. Wenn man diese bearbeitet – z. B. durch Brechen, Sägen oder Schleifen – können hohe Konzentrationen von Fasern freigesetzt werden, bis zu mehrere Fasern pro Milliliter eingeatmeter Luft für die Person, die die Arbeit ausführt. Personen in der Nähe sind deutlich niedrigeren Konzentrationen ausgesetzt, nur wenige Fasern pro Liter Luft, was etwa tausendmal geringeres Risiko bedeutet.

Häufiger und langanhaltender Kontakt mit Asbest erhöht das Risiko, bestimmte Lungenerkrankungen zu entwickeln, wie Pleuraplaques, bilaterale Pleuraverdickungen, Mesotheliom, Asbestose, Kehlkopf- und Lungenkrebs sowie sogar Eierstockkrebs.

Hier können Sie mehr über durch Asbest verursachte Krankheiten erfahren oder wann Sie einen Antrag auf Entschädigung stellen können.